Atemschutz-Leistungstest (Finnentest) erfolgreich durchgeführt

Atemschutz-Leistungstest (Finnentest) erfolgreich durchgeführt !

Bei der Feuerwehr Wartmannstetten stellten sich die Atemschutzträger dem neu eingeführten Fitnesschek auch Finnentest genannt.

Mit Beschluss des OÖLFV vom 17.09.2015 wurde die neue "Richtlinie Tauglichkeitsuntersuchungen des OöLFV" eingeführt. Mit dieser Richtlinie wurde auch ein Atemschutzleistungstest (Finnentest) eingeführt.

 

Gesund sein heißt nicht automatisch atemschutztauglich sein

Die bisherige ärztliche Atemschutz-Untersuchung diente lediglich der Feststellung der körperlichen Gesundheit für das Tragen von umluftunabhängigen Atemschutzgeräten (schwerem Atemschutz) bei der Feuerwehr. Der nunmehrige Atemschutzleistungstest (ASLT) dient der Feststellung der körperlichen Eignung der Atemschutzgeräteträger. Ziel ist die Feststellung der Leistungsfähigkeit (Kraft, Ausdauer, Motorik, Koordinationsvermögen unter Belastung etc.) sowie eine Selbstreflexion der eigenen Fitness anhand vorgegebener Belastungsübungen. Durch den Leistungstest und das Heranführen an die persönlichen Leistungsgrenzen soll das Bewusstsein der Feuerwehrmitglieder für körperliche Fitness im Feuerwehrdienst gestärkt werden.

Der Test im Detail

Neben der gesundheitlichen Eignung ist der positiv absolvierte Atemschutz-Leistungstest eine wesentliche Voraussetzung für das Tragen von „schwerem“ Atemschutz. Es handelt sich dabei um einen genormten und wissenschaftlich evaluierten Mindeststandard-Leistungstest für Atemschutzgeräteträger in kompletter persönlicher Schutzausrüstung über 5 Stationen. Ausgearbeitet wurde dieser Test in Finnland, darum auch „Finnentest“. Die Anforderungen sind für Frauen und Männer gleich.

Für den Test hat jeder Atemschutzgeräteträger (ASGT) 14,5 Minuten und eine Füllung des Atemschutzgerätes Zeit. Nach dem Test wird außerdem das Pulsverhalten analysiert. Über den erreichten Maximalpuls und den vor Beginn gemessenen Ruhepuls können Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit gezogen werden. Wird eine Station schneller absolviert als vorgegeben, verbleibt die Restzeit als Pause bis zum Start der nächsten Übung.